
José Rigane in Münster -
das südamerikanische Konzept eines Rechts auf Energieversorgung
Der Vorsitzende der argentinischen Energiegewerkschaft Luzy Fuerza in Mar del Plata,
José Rigane (oben links), war am 04.11.2008 zu Gast in Münster (im Foto daneben Harald Nölle vom Umweltforum und
die DGB-Gewerkschafter Carsten Peters und Peter Mai) .
Attac Münster, der ASTA der Universitat, der Deutsche Gewerkschaftsbund und das Umweltforum Münster hatten den engagierten
Streiter für eine gerechte Verteilung von Energie ins DGB-Haus eingeladen.
Die Privatisierung der Energieversorgung an multinationale Konzerne hat in Argentinien zur hemmungslosen Ausbeutung der wertvollen und endlichen landeseigenen Ressourcen geführt. Von der Wertschöpfung durch große Energieexporte kommt bei der eigenen Bevölkerung nichts an. Da sich viele Rentner, Arbeitslose und geringfügig Beschäftigte Energie nicht mehr leisten konnten, kam es zu zahlreichen Stromabschaltungen. Die Gewerkschaft hat schließlich nach zähem Ringen einen Sozialtarif in Argentinien durchgesetzt (vergünstigter Bezug bis zu 150 kWh im Monat).
"Die interessante Diskussion zeigte zahlreiche Parallelen zur deutschen Energiepolitik auf", waren sich die Veranstalter und Gäste einig. Denn auch hierzulande gilt: "Wenige Konzerne dominieren die Energiewirtschaft und versuchen eine Energiewende und den dringend notwendigen Umbau zu dezentralen Kraftwerksstrukturen sowie den schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien zu verhindern." Sie nutzen den großen Einfluss auf die Bundesregierung und viele Landesregierungen, um weiterhin die zentralen Strukturen mit Atom- und klimaschädlichen Kohlekraftwerken festzuschreiben.
 Im DGB-Haus |
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 Mit attac-Vertreter vor dem Rathaus |
 Mit Bürgermeisterin im Friedenssaal |
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